GENESIS - Die Magen-Darm-Experten im Saarland
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06.01.2020

Wartezeit bei Magenspiegelungen

Rahmenbedingungen verknappen das Leistungsangebot


Gesundheitspolitische Vorgaben und finanzielle Limitierungen sorgen dafür, dass Magenspiegelungen nur in einem begrenzten Umfang angeboten werden können", erklärt Dr. Dagmar Mainz, die Sprecherin der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte. "Bei einer hohen Nachfrage führt dies systembedingt zu Wartezeiten, die nicht der Arzt zu verantworten hat."

Ambulante Leistungen sind budgetiert. D.h. Fachärzte erhalten ein mit den Krankenkassen vereinbartes Budget für Magenspiegelungen, mit dem sie nur eine entsprechend begrenzte Anzahl von Untersuchungen und Behandlungen im Quartal durchführen können. Was sie darüber hinaus erbringen, geht auf ihre eigenen Kosten. Es wird nicht erstattet.

"Tatsächlich ist die Zahl der gewünschten Magenspiegelungen deutlich höher als das verfügbare Angebot", stellt Dr. Mainz fest. "Das mag zum Teil daran liegen, dass die vereinbarte Leistungsmenge zu gering veranschlagt ist. Es liegt aber auch zu einem guten Teil daran, dass viele Patienten Magenspiegelungen wünschen, die eigentlich gar nicht erforderlich wären. Die erforderliche Vorabwägung durch den Hausarzt wird nicht selten umgangen."

Hinzu kommt, dass Krankenkassen keinen besonderen Wert auf Magenspiegelungen legen. Die Leistung ist seit Jahren unterbewertet. Gestiegene Anforderungen an Personalvorhaltung und bei Hygienevorschriften werden nicht gegenfinanziert. Der hohe Standard, der für eine sichere und aussagekräftige Durchführung der Untersuchung von den Magen-Darm-Ärzten bereit gestellt wird, wird nicht honoriert.

"Eine Arztpraxis ist auch ein Wirtschaftsunternehmen, das sich tragen und seine Angestellten versorgen muss muss", betont die Sprecherin der Magen-Darm-Ärzte. "Wir stellen in unseren Praxen die Versorgung der Bevölkerung sicher und führen nach Möglichkeit bei jedem Patienten eine medizinisch dringlich erforderliche Magenspiegelung durch, selbst wenn das Budget ausgeschöpft ist. Aber auch unser Spielraum ist endlich."


(c) 2011, Gemeinschaft niedergelassener endoskopisch tätiger Internisten im Saarland e.V.