GENESIS - Die Magen-Darm-Experten im Saarland
StartGENESIS-ÄrzteMagenspiegelungDarmspiegelung
10.06.2019

Vorsorge wird nachgefragt

Koloskopiezahlen steigen


Der Berufsverband der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte hat seine jährliche Analyse der ambulanten Darmspiegelungen in Deutschland vorgelegt. Demnach steigt die Zahl der Darmspiegelungen seit 2013 langsam aber kontinuierlich an. Nach den letzten Zahlen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung wurden 2017 über 1,8 Mio. Koloskopien erbracht, 1,5 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Betrachtet man nur die Vorsorgekoloskopie, beträgt die Zunahme im Vergleich zum Vorjahr sogar 4,3 Prozent.

In dieser Statistik tauchen nur Untersuchungen auf, die als Vorsorge-Koloskopien abgerechnet werden können. Kontroll-Koloskopien nach einer Polypenabtragung gehören nicht dazu. Auch künftig vermehrt anstehenden Abklärungsuntersuchungen nach einem positiven Stuhltest werden nicht mitgezählt. Spitzenreiter bei den Steigerungsraten für die Vorsorge-Koloskopien ist die Region Westfalen-Lippe. Berlin und Mecklenburg-Vorpommern laufen gegen den Trend. Hier ist die Bereitschaft zur Wahrnehmung der Darmkrebsvorsorge leicht rückgängig.

„Die Zahlen zeigen, dass das unermüdliche Werben der Stiftung Lebensblicke, der Felix-Burda-Stiftung und den niedergelassene Magen-Darm-Ärzten Früchte trägt und die Bereitschaft zur Vorsorgekoloskopie in der deutschen Bevölkerung steigt“ kommentiert Verbandssprecherin Dr. Dagmar Mainz. „Wir rechnen damit, dass das jetzt anlaufende Einladungsverfahren die Aufmerksamkeit für die Tatsache, dass eine Darmspiegelung Krebs verhindern kann, weiter stärkt.“

Tabelle: Veränderung der Koloskopiezahlen 2017/2016

KV

präventiv

kurativ

gesamt

Schleswig Holstein

4,01%

1,35%

5,35%

Hamburg

1,33%

2,52%

3,85%

Bremen

3,65%

0,47%

4,12%

Niedersachsen

3,83%

-0,65%

3,18%

Westfalen-Lippe

9,81%

2,41%

12,22%

Nordrhein

3,65%

3,39%

7,04%

Hessen

0,59%

0,26%

0,85%

Rhein|and-Pfalz

5,24%

-0.50%

4,74%

Baden Württemberg

3,10%

0,80%

3,90%

Bayern

5,64%

-1.18%

4,46%

Berlin

-0,67%

-0,13%

-0,80%

Saarland

11,45%

-0,15%

11,30%

Mecklenburg Vorp.

-0,95%

-3,76%

-4,72%

Brandenburg

2,04%

1,88%

3,93%

Sachsen Anhalt

8,74%

-3,40%

5,34%

Thüringen

3,64%

0,82%

4,46%

Sachsen

0,80%

-0,11%

0,69%


(c) 2011, Gemeinschaft niedergelassener endoskopisch tätiger Internisten im Saarland e.V.