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Forscher des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg haben bestätigt, was schon lange bekannt war: Menschen, deren Blut besonders leicht gerinnt, erkranken häufiger an Krebs. Die Ursache sind bestimmte Varianten von Genen für die Gerinnungsfaktoren, die auch das Darmkrebsrisiko beeinflussen können.
„Im Schnitt erkranken sechs von hundert Bundesbürgern im Laufe ihres Lebens an Darmkrebs“, erklärt Dr. Arno Theilmeier vom Berufsverband der niedergelassenen Gastroenterologen (bng). Dieser statistische Wert sagt jedoch nichts über das persönliche Risiko aus, das bedeutend höher liegen kann.
„Eine gute Blutgerinnung ist ein Faktor, der auf eine besondere Disposition hinweist“, so der Darmkrebsexperte. „Es gibt weitere erbliche Veranlagungen, die vor allem dann zu bedenken sind, wenn in der nahen Verwandtschaft Darmkrebs bereits aufgetreten ist. Aber auch Lebensstilfaktoren wie das Rauchen beeinflussen das individuelle Risiko.“
Wer sich über sein persönliches Risiko im Unklaren ist, der sollte seinen Hausarzt auf die Möglichkeit einer Darmspiegelung ansprechen. Für Menschen ab dem 55. Lebensjahr ist diese Form der Darmkrebsvorsorge Kassenleistung und jedem nur zu empfehlen. Wer besondere Risiken hat sollte früher zur Untersuchung kommen. Denn: Darmkrebs kann durch Entfernung von Polypen im Zuge der Darmspiegelung vermieden werden. Und wenn Darmkrebs rechtzeitig erkannt wird, dann sind die Heilungschancen gut.