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Galerie zur Darmspiegelung (Koloskopie)

Der Dünndarm mündet oberhalb des Leistenbandes in den Dickdarm. Die Mündung ist durch eine charakteristische Klappe (Bauhin-Klappe) unverwechselbar markiert.
Eine Gewebsprobe  mit einer Biopsiezange aus dem Dünndarm belegt ebenso wie die Videodokumentation der Bauhin-Klappe die. Koloskopie, da sich feingeweblich (Histologie) die Dünndarmschleimhaut von der Dickdarmschleimhaut unterscheidet.

Um Ihnen die Darstellungen auf den folgenden Videobildern leichter erklären zu können, greifen wir auf ein Hilfsmittel zurück. Stellen Sie sich einfach vor, dass der nahezu runde Darmausschnitt einem Zifferblatt entspräche. Auf dieser Grundlage möchten wir Ihnen im folgenden die einzelnen Bereiche des Darms nahe bringen, indem wir die Bereiche durch die Angabe von Zeitbereichen eingrenzen.

Im Bereich von 6.00 Uhr bis 8.00 Uhr ist die oben erwähnte charakteristische Bauhin-Klappe zu sehen. (Normalbefund)

Relativ zentral erkennt man eine Polypenknospe im Querdarm. Die eingeführte Gewebsentnahmezange, mit der anschließend die Knospe abgetragen wird, ist deutlich zu erkennen.

Deutlich zu sehen ist ein Darmpolyp, der einzeitig während der Vorsorgekoloskopie mit der Diathermie-Schlinge abgetragen wird.

Der Polyp ist mit der Schlinge umfasst. Mit pulsatilem Strom wird er nun schmerzlos abgetragen.

Der Polyp ist bluttrocken abgetragen. Das Abtragungsareal ist verkocht (koaguliert). Im Zentrumliegt der Polyp und wird anschließend geborgen. Der Polyp erscheint nun etwas kleiner, da Flüssigkeit beim Verkochen verdampft ist. Das Ergebnis der Histologie des obigen Polypen: Dickdarm-Krebs im Gesunden abgetragen.

Der Polyp im Darm (ca. 20 mm) wird in der Schlinge zur Abtragung vorbereitet. Das Koagulationsareal eines unmittelbar zuvor abgetragenen bereits geborgenen Polypen ist in Bereich 5.00 Uhr. Im Vergleich der beiden Videobild-Aufnahmen sehen Sie, dass die Bösartigkeit (Malignität) des Polypen nicht von seiner Größe bestimmt wird.

Hier sehen Sie Dickdarmkrebs eines 56jährigen Patienten. Er hatte keine Beschwerden, der Stuhltest auf Blut war negativ. Die Vorsorge-Koloskopie war rechtzeitig erfolgt, um ihn kurativ (geheilt) zu operieren.

Fortgeschrittener Darmkrebs metastasiert häufig in die Leber und Lunge. Dann wird eine
Chemotherapie notwendig. Auch eine Operation mit Entfernung der
Metastasen kann in manchen Fällen erforderlich werden.
Wenn der Tumor sehr groß ist – wie schon erwähnt ist die Bösartigkeit nicht von der Größe
des Befundes abhängig – wird eine Bestrahlung notwendig, um den Tumor einzuschmelzen,
d.h. zu verkleinern. Dann ist die Operabilität besser möglich.
Wenn der Tumor sich in der Nähe des Anus (After, Schließmuskel) befindet, wird ein AnusPraeter (Seitenausgang, künstlicher Darmausgang) notwendig. Häufig wird der Ausgang nur vorübergehend angelegt, um den  operierten Darm vorübergehend zu entlasten und die Heilung zu forcieren.

Zu einem späteren Zeitpunkt werden wir auch den Menschen mit einem Anus Praeter Hilfestellung geben. Unsere Seite ist erst im Aufbau.
Auch wollen wir den Patienten, die zu einer Darmoperation anstehen, Tipps geben in welcher Klinik die häufigsten Darmoperationen mit den entsprechenden Therapiemöglichkeiten gegeben sind. Auch im Krankenhaus wollen wir Kontakt mit den Chirurgen halten, um nach der Entlassung eine nahtlose Betreuung gewährleisten zu können.

(c) 2011, Gemeinschaft niedergelassener endoskopisch tätiger Internisten im Saarland e.V.